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Deutschlands liebste Nachbarn

Bundessieger in der Kategorie "familienfreundlich": der "Mittelhof Gessin e.V." aus Mecklenburg-Vorpommern. Bundesministerin Ursula von der Leyen, Michael Meyer, Vorstandsvorsitzender der BHW-Bausparkasse und Thüringens Sozialminister Klaus Zeh gratulieren




Berlin/Ebeleben. (tlz) Die Initiative "Alte Schule" aus Ebeleben zählt zum Besten, was Thüringen an guter Nachbarschaft zu bieten hat: 2006 war die Gruppe, die sich am Wettbewerb von BHW und TLZ beteiligt hatten, Landessieger. Als jetzt auf Bundesebene die allerbeste Nachbarschaft gesucht wurde, mussten die Eichsfelder allerdings Gruppen aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin den Vortritt lassen. Thüringens Sozialminister Klaus Zeh (CDU), extra zur Verleihung der Preis nach Berlin gereist, durfte sich am Schluss mit dem Verein "Mittelhof Gessin" und der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zum Siegerfoto aufstellen. Seine Hoffnung: dass sich bei der jetzt beginnenden neuen Wettbewerbsrunde möglichst viele Thüringer Nachbarschafts-Initiativen melden. Und dass nächstes Jahr um diese Zeit dann eine Gruppe aus dem Freistaat unter den besten Nachbarschaften die allerbeste stellt...
Mehrere tausend aktive Nachbarn aus 230 Bewerber-Initiativen hatten sich im vergangenen Jahr am bundesweiten Wettbewerb "Netzwerk Nachbarschaft" beteiligt. Die Initiative geht von der BHW aus, dem Baufinanzierer der Postbank. Die Schirmherrschaft hat von der Leyen - und die TLZ ist Thüringen-Partner. Eine hochkarätige Jury hatte jetzt die Aufgabe, aus den Reihen der 16 nominierten und bereits ausgezeichneten Landessieger die drei Besten auf Bundesebene zu küren.
In der Kategorie familienfreundlich begeisterte die Dorf-Initiative Mittelhof Gessin e.V.: Die 80 Nachbarn aus Mecklenburg-Vorpommern organisieren einen gemeinsamen Mittagstisch, ihr Dorfhaus wird mit einer umweltschonenden Solaranlage beheizt. In der Kategorie generationenübergreifend überzeugte das Berliner Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. mit Kulturprojekten für Jung und Alt und Verkehrsberuhigung im Stadtteil. Dritter Bundessieger in der Kategorie multikulturell wurde die Stadtteilinitiative Haslach-Wöschhalde e.V. aus Baden-Württemberg. Die Bewohner gründeten einen selbstverwalteten Freizeittreff, um besonders das multikulturelle Miteinander der Jugendlichen in ihrem Stadtteil zu fördern.

EIN GROSSER ERFOLG

Später mehr!

Versprochen !

Sylke erhält den Bürgerpreis des Landkreises

Frau Sylke Buchfink ist die ungekrönte künstlerische Leiterin des Dorfhauses Gessin, das sich unter Ihren Händen bereits nach 3 Jahren zu einer Institution entwickelt hat. Das Dorfhaus ist ein ehemaliger Pferdestall. Es vergeht keine Woche, in der man nicht Notiz vom kleinen Dorf in der Nähe von Malchin nimmt.

Im Mittelpunkt ihres Handels steht der Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft. Anbetracht der Größe des Dorfes , ca. 80 Einwohner (davon 25 schulpflichtige Kinder!), scheint dies eine einfache Aufgabe. Zwar bleibt alles überschaubar, Charaktere wirken hier umso mehr. Ihr Wirken ist ausgerichtet auf Ausgleich.

Ihr Kredo, den Menschen dort abzuholen , wo er ist und nicht dort wo wir ihn hinhaben wollen, lohnt in Gessin besonderes Lob. Nicht nur die Vielzahl der besetzten Themen sondern auch durch die Art und Weise des Ansprechen des Nachbarn und durch ihre eigene Vorbildrolle gelingt der örtliches Zusammenhalt durch das gemeinsame Erleben von Kultur immer besser.

Um das Ausmaß Ihres Handelns richtig einzuschätzen muss man die Statistik bemühen: Der überwiegende Teil der durchschnittlich 170 Veranstaltungen im Jahr liegen in ihren Händen. Dabei geht ihr Tun von der „generalstabsmäßigen“ Vorbereitung bis zur eigenen handwerklichen Ausgestaltung.

Mehr als die Hälfte der erwachsenen Gessiner ist Mitglied im Mittelhof Gessin e.V.
Entsprechend der Interessenlage ist die Struktur des Verein gewachsen. So gibt es neben den allgemeininteressierende Veranstaltungsreihen bereit 6 gefestigte Interessengemeinschaften und 3 Projekte.
Frau Buchfink war überwiegend der Ideengeber dieser Initiativen (Auswahl):

KINO IM PFERDESTALL:
Monatlich einmal läuft das Dorfkino, nachmittags für die Kleinen , abends für die Großen.
Für die Kleinen im Dorf ist Frau Buchfink die Kinomutti. Von der Filmauswahl, Bestellung , und Lizenzierung bis hin zum „Kinofutter“ ist sie dabei. Thematischer geht es Abends zu: Das Projekt Filme vom Land für das Land schaffte mehr als nur einen Spiegel vors Gesicht zu halten. Seither gehören auch regelmäßig Dokumentarfilme zum Programm. Dabei nimmt die Klärung der Aufführungsrechte einen gewichtigen Teil der Vorbereitung in Anspruch.

OFFENES SINGEN
Als Kind der Singebewegung der 70 –er Jahre hat Frau Buchfink eine enge Bindung am gemeinschaftlichen Gesang. 3 x im Jahr heißt es dann auch: Jung und Alt singen Gemeinsam im Gessiner Dorfhaus.

KÖRBEFLECHTEN
Die Technik des Bastelns mit Peddigrohr brachte Frau Buchfink mit. Unter Ihrer Anleitung sind dem alten Handwerk neue Ideen dazugewachsen.

KUNST – UND FOTOAUSTELLUNGEN
Alle 6 bis 8 Wochen gibt es eine andere Dekoration. Malern , Grafikern und Fotografen meist aus dem Hobbybereich wird die Möglich der Veröffentlichung gegen.

GESSINER GESPRÄCHE
3 bis 4 mal im Jahr lädt der Verein Fachleute ins Dorfhaus, um geführt von einer Moderation in einen öffentlichen Meinungsaustausch einzutreten. Die Bandbreite reicht hier von gesellschaftspolitischen Themen bis zu Fragen der Zukunftsfragen.

TANZENDE FRAUEN
Der Mittwoch Abend hat ein Thema: Ob nun im Yoga, freien oder meditativen Tanz, Frauen tanzen unter sich.

KERAMIKMALEREI
Unter fachlicher Anleitung und organisiert von den Landfrauen üben sich Große wie Kleine in verschieden Maltechniken.

Und immer wieder FUSSBALL IM DORFHAUS
Das Gemeinschaftsgefühl ist gewaltig, Fußball auf der großen Leinwand. Ob nun Hansa – oder internationale Spiele – im Dorfhaus ist man zu hause.

Veranstaltungen im großen Rahmen:
Sie haben alle ihren Namen: Boxenstopp, Rock am Teich, Exil – Gessiner - Treffen oder Erntefest, Veranstaltungen mit bis zum 500 Leute organisiert Frau Buchfink.

Treffen der dörflichen Gemeinschaft
Ob nun nach dem Gottesdienst, zum Skatturnier oder Kaffeeklatsch, zum Spieleabend , zum Tag des offenen Denkmals, zu Konzerte in der Dorfkapelle, zum Kindertag, Teilnahme an Umzügen in der Nachbarschaft, Tanzabende, Fasching , Lagerfeuer..... Frau Sylke Buchfink behält Übersicht und alle Fäden in der Hand.



Das Dorfhaus als Treffpunkt für andere
Kirchgemeinde, Schulklassen, andere Vereine oder auch so mache Nutzung im privaten Rahmen... Alles will organisiert sein. Auch hier übt Frau Buchfink die koordinierende Rolle aus.

Die Zukunft hat begonnen
Auf Grund der demografischen Entwicklung wird auch trotz des großen Kinderanteil im Dorf, das Älterwerden der Nachbarschaft immer mehr thematisiert werden müssen.
Der Verein plant daher mit Projekten dieser Entwicklung wachen Auges entgegen zu treten und das Dorf in ein „Altersdorf“ zu wandeln.

Bisher ist geplant:
KURS ÜBER LAND – Bürger lernen neue Kommunikationsformen und – Techniken kennen (Start September 06)
DIE MITMACHKANTINE- Die Bürgerküche auf Gegenseitigkeit (Start Juli 06)
DAS KINDERZIMMER – Spiel und Lernplatz zwischen Hort und Pubertät (Start Februar 07)
DER GESUNDHEITS – STALL : Von Sauna bis zur Massagebank, vielleicht auch bald der Beratungsraum der Gemeindeschwester(?) (Start 08)

Der bisherige Kulturbegriff ist in der Vorstellung von Frau Buchfink schon lange an seine Grenze gestoßen. Ersetzt kann er durch den Begriff der lebendigen Nachbarschaft.



Alleenschutz

Wir haben die Patenschaft über die Allee zwischen Basedow und Gessin übernommen

BINGO hilft

Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Natur hielt ihr Wort.
Unser Verein bekam einen Zuschuss von insgesamt 10.000 € für unsere alternative Heizungsanlage, bestehend aus 21 m² Solarfläche , 40 kW - Holzvergaseofen und als Herzstück einen Pufferspeicher mit 5.000 l Wasser. Dieser Puffer reicht bis zu einer Woche.

Abgegeben wird die Wärme über eine moderne Fußbodenheizung.

Heizung

Der Holzvergaserofen stammt vom tschechischen Hersteller ATMOS und fasst Spaltholz bis zu 60 cm Länge.
Gerne nehmen wir unbelastete Althölzer und frisches Holz aus dem Wald von Ihnen entgegen!

Sofern der Dorfteich sicher zugefroren ist, gibt es die

1.Peiksläden - Meisterschaft der Neuzeit in Gessin!

Auf Vorschlag von Luise Splinter werden 2005 die ersten Internationalen Peikschlädenmeisterschaften der Neuzeit in Gessin abhalten. Ein genauer Termin ist noch nicht gefunden, weil dieser Wettkampf, wie kein anderer, vom passenden Wetter abhängig ist.
Alle Wettkämpfer sind aber schon jetzt aufgefordert, mit dem Training zu beginnen. Und so funktioniert´s:
Die kleinen, etwa 50 Zentimeter langen Schlitten werden durch Staken mit der Peik, einem ein bis zwei Meter langem Stab mit Metallspitze, vorwärts bewegt. Ein besonderes "Achtung" geht an die männlichen Sportler, da der Peik zwischen den Beinen gestakt wird. Allerdings sollten sich Anfänger in der Kunst des Peekschlittenfahrens nach dem Ratschlag von Luise Splinter wegen der Sturzgefahr vielleicht besser mit einem Helm ausrüsten. Mit einem Peekhelm gewissermaßen!
Zu den winterliche Peekschlitten- Wettkämpfen gehören natürlich auch Musik, Glühwein und Grog.
Um diese Art der Schlitten vor dem Holzwurm und dem Vergessen zu bewahren, hat Luise Splinter einen Wanderpokal gestiftet! Es werden zwei bauartgleiche Schlitten gestellt,
der Nachbau ist allerdingst erlaubt, wenn er sich an dem historischen Vorbild orientiert.

Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft"

In den nächsten Wochen werden wir über die Teilnahme im Dorfhaus sprechen wollen, deshalb stellen wir die allgemeinen Ziele bereits vor:

Es ist Ziel des Wettbewerbes, die Orte so in die Planungen der Kreise, Städte und Gemeinden
einzubinden, dass ländliches Wohnen und die wirtschaftliche Basis von Landwirtschaft, Handwerk,Handel, Gewerbe und Fremdenverkehr gestärkt wird. Initiative und Eigenverantwortung sind die Fundamente des Zusammenlebens der Menschen. Ihre Lebensqualität im Dorf hängt in entscheidendem Maße von verantwortlicher Nutzung und Weiterentwicklung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Potenziale ab. Dieses Ziel kann durch die Dorfbewohner selbst im Zusammenwirken mit ihrer Gemeinde erreichet werden.
Die Dörfer werden daher angeregt, ihre kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, baulichen und ökologischen Strukturen zu erhalten und diese im Sinne einer Zukunftssicherung weiter zu entwi-ckeln.
Der Wettbewerb will motivieren, Perspektiven für Dorf und Region eigenverantwortlich
aufzubauen und nachhaltig umzusetzen. Diese Zielsetzung entspricht auch den Anforderungen einer lokalen Agenda 21. Im Einzelnen gilt es:
Ø das Gemeinschaftsleben in seiner vielfältigen sozialen und kulturellen Ausprägung im Dorf
zu stärken, gleichzeitig die Eigenverantwortung für die Gestaltung des Lebensumfeldes zu
fördern,
Ø Perspektiven zur Entwicklung von Dorf und Region gemeinschaftlich zu entwickeln und
umzusetzen, dabei wirtschaftliche Potenziale zu erfassen und zu nutzen, Versorgungs- und
Dienstleistungsangebote und damit auch vorhandene Arbeitsplätze zu sichern, wo möglich
neue zu schaffen,
Ø die individuellen dörflichen Strukturen, einschließlich der erhaltenswerten historischen Bau-substanz
auf der Grundlage historischer und landschaftlicher Gegebenheiten zu erhalten und
weiter zu entwickeln,
Ø die Belange von Natur und Umwelt bei der Pflege der Kulturlandschaft und der Entwicklung
des Dorfes als Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsstandort bewusst zu machen und zu stärken.
Der Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft trägt dazu bei, den
Lebensraum Dorf bewusst zu gestalten, zu pflegen und für die Zukunft weiter zu entwickeln. Er
stellt beispielhafte Leistungen und Lösungsansätze heraus und regt weitere Orte zu eigenen Aktivitäten
an.

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